18.07.2010

Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst. Noch dazu im Urteil von Menschen, die wir als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen voller Missgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd.

17.07.2010


Wenn man einen geliebten Menschen verliert, hält man die Erinnerung an ihn fest, an den Klang des Lachens, an das Gefühl und den Geruch von Haut und Haaren. Aber wenn genug Zeit verstrichen ist, gehen auch diese Erinnerungen allmählich verloren, man kann den Geruch nicht mehr heraufbeschwören, das Lachen und das Weinen nicht mehr hören. Auch bleibt alles nicht genau so in Erinnerung, wie es wirklich einmal war. Gesichter und Stimmen verschwimmen und gerade die Dinge, die uns unverwechselbar machen, verblassen mit der Zeit.


Seiltänzerin ohne Netz

Mein Leben war ein Auf-dem-Seile-Schweben.
Doch war es um zwei Pfähle fest gespannt.
Nun aber ist das starke Seil gerissen:
Und meine Brücke ragt ins Niemandsland.
Und dennoch tanz ich und will gar nichts wissen,
Teils aus Gewohnheit, teils aus stolzem Zorn.
Die Menge starrt gebannt und hingerissen.
Doch gnade Gott mir, blicke ich nach vorn.